Intensiver Austausch und kontroverse Debatten – auf der Partner-Bühne von „Inspiration: die Zukunftsarena“ war viel los

„Innovation braucht Reibung und Zusammenarbeit“ war das zentrale Motiv des Online-Events „Inspiration: die Zukunftsarena“ am 15. und 16. April 2021. Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung als Hauptveranstalter waren diverse weitere Institutionen eingebunden, die auf der Partner-Bühne zu spannenden Formaten, kontroversen Themen und intensivem Austausch einluden.

Als erfolgreiche Siegerin des dritten IdeenExpo Science-Slam Online verließ Janina Isabell Otto die Partner-Bühne: Die Studentin von der Philipps-Universität Marburg begeisterte das Publikum mit einem ebenso kreativen wie witzigen Beitrag zum Thema „Wie Antikörper nur mal kurz die Welt retten...“ Die Beiträge der Wettbewerbs-Teilnehmenden dauerten jeweils fünf Minuten, nach jedem Auftritt stimmte das Publikum über ein Online-Tool vor den Bildschirmen ab.

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Rückblick Event

Land der Ideen

Unter dem Motto „Innovation kennt keine Grenzen“ lud das Land der Ideen zu einem inspirierenden Mittagstalk ein. Hierfür lieferte das Praxishandbuch für Gründerinnen und Gründer „Die Macht der Ideen“ Best-Practice-Projekte aus Deutschland, die Innovation und Fortschritt in andere Länder bringen. Ute Weiland, Geschäftsführerin von „Deutschland – Land der Ideen“, diskutierte darüber mit Claudia Wittwer vom Verein EinDollarBrille, Rebecca Sleegers von Africa Green Tec, das kleine Sonnenkraftwerke für afrikanische Dörfer produziert, und Irmgard Maria Fellner, Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt.

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Innovation braucht alle Generationen

Bei JOINT GENERATIONS ging es um Perspektiven und neue Ansätze zur generationsübergreifenden Zusammenarbeit – getreu dem Motto der Initiative „Die Zukunft ist jung und alt“. Auf die Einstiegs-Umfrage „Waren Innovationen früher besser/neuartiger/radikaler als heute?“ antworteten ein knappes Drittel mit „Nein, überhaupt nicht“ – fast genauso viele aber auch mit „Ja, in jedem Fall“ oder „Ich sehe das meistens so“.

Screenshot Event Joint-Generations

JOINT GENERATIONS

In der folgenden Expertendiskussion ging es um Fragen wie: Wie sah Innovation in Deiner Kindheit aus? Könnt Ihr Beispiele nennen, bei dem Altersdiversität ein Treiber für Innovation war? Welche Methoden können dazu beitragen, altersgemischte Teams zu bilden? Den Abschluss des Programmpunktes bildete das Angebot zum Networking mittels Break-out-Sessions in kleinen Gruppen.

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Die Transformationsberatungsfirma Dark Horse wiederum beleuchtete das spannende Thema „Corporate Social Innovation – wenn Unternehmen gesellschaftlich wirken (wollen)“. In einer Podiumsdiskussion wurde der Frage nachgegangen, welche Rolle etablierte Konzerne, Sozialunternehmerinnen und -unternehmer, Social Start-ups, aber auch Politik und Verwaltung sowie die Zivilgesellschaft bei der Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungen haben. Monika Frech, Gründerin von Dark Horse, debattierte darüber mit Saskia Bruysten von Yunus Social Business, Odin Mühlenbein von Ashoka, Daniel Sahl-Corts von Capgemini Invent, Volker Baisch vom Väternetzwerk und Björn Wind von voiio. 

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Möglichkeitsräume neu denken

Dass Innovationen auch im Kulturbereich gebraucht werden – und von diesem ausgehen –, zeigten die Programmpunkte des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM). Das ZKM arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der künstlerischen wie der angewandten Forschung an Konzepten, die neue Perspektiven auf die Kulturvermittlung eröffnen – von digitalen Kommunikationsformaten bis zum smarten respektive intelligenten Museum.

Drei Impulse aus den Bereichen der Museologie, Technologie und Vermittlung bildeten im Rahmen von „Inspiration: die Zukunftsarena“ den Auftakt zu einer Diskussion mit dem Publikum, bei der es um Fragen ging wie: Wie sollten die Museen der Zukunft aussehen? Welche Aufgabe sollten sie erfüllen? Wie können sie mehr Menschen erreichen als heute? An die Diskussion schloss sich ein für alle Interessierten offener Workshop unter dem Titel „Eine kreative Reise in die Zukunft: Möglichkeitsräume neu denken!“ an.

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Michael Wunsch, Mitgründer des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND), nahm das Publikum in einem interaktiven Vortrag mit auf eine Reise durch die Innovationslandschaft Deutschlands. Dabei ging es um die Frage, welche Innovationen nötig sind, um intelligente Lösungen für die Herausforderungen von heute zu entwickeln. Im Zentrum des Vortrags stand die Erkenntnis, dass aktuell bei vielen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren ein Umdenken stattfindet: Innovation wird nicht mehr nur als technologischer Fortschritt definiert. Nette Gadgets und Datenkraken weichen sozialen Innovationen und dem Bestreben, Innovationen in erster Linie für den gemeinnützigen Nutzen des Menschen zu entwickeln. Wunschs Fazit: Wir befinden uns mitten in einer Social Innovation Revolution.

 

sense Box

Futurium gGmbh

Ein besonderes Angebot für Jugendliche ab zwölf Jahren hielt schließlich das Futurium bereit: Im Rahmen von „Teamwork: Online-Workshop zur Zukunft der Umwelt“ konnten die Teilnehmenden auf ein Netz von Milliarden Umweltdaten zugreifen und Umwelteffekte untersuchen – und ganz nebenbei auch noch Programmieren lernen. Ziel des (bis auf den letzten Platz ausgebuchten) Workshops war es, die Umwelt als Zusammenspiel verschiedener Daten zu begreifen – und diese auf innovative Weise interpretieren und visualisieren zu können.

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