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Sechs Fakten zum #innovationsland Deutschland

Zahlen, Daten & Fakten zu Innovationen in Wissenschaft und Forschung

Sechs Fakten zum #innovationsland Deutschland

Das #innovationsland Deutschland lebt von bahnbrechenden Ideen aus Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Basis hierfür legt die Politik im Schulterschluss mit Akteuren aller gesellschaftlichen Bereiche – hier die spannendsten Fakten.

Fakt 1: Deutschland bei Forschung und Entwicklung vor den USA und China

Im Jahr 2018 investierte Deutschland laut Statistischem Bundesamt 3,12 Prozent seiner Wirtschaftsleistung – das sind 105 Milliarden Euro – in Forschung und Entwicklung. Das macht uns zu einer der forschungsintensivsten Volkswirtschaften weltweit! Nach den USA, China und Japan liegt die Bundesrepublik zudem auf Platz vier der Länder, die am stärksten in Forschung und Entwicklung investieren. Das geht aus Daten der UNESCO hervor, die die absolute Höhe der Investitionen von Staat und Wirtschaft gemeinsam darstellen. Bemessen am Bruttoinlandsprodukt der vier genannten Länder liegt Deutschland mit seiner Investitionshöhe in Forschung und Entwicklung sogar noch vor den USA und China.

Fakt 2: Bei KI-Entwicklung und -Anwendung auf dem Weg an die Spitze

Mit ihrer 2018 beschlossenen Nationalen Strategie Künstliche Intelligenz will die Bundesregierung Deutschland zum führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien machen. Zwischen 2020 und 2025 werden hierfür 5 Milliarden Euro investiert. Im Zentrum steht dabei der konkrete Nutzen von KI-Anwendungen für den Menschen. Ein Beispiel ist das Forschungsvorhaben DeepRain: Auf Basis von Maschinellem Lernen und bislang kaum genutzter Daten von Regenradaren sagt es lokale Niederschläge effizient vorher. Trotz ständiger Weiterentwicklung von Vorhersagemodellen lassen sich vor allem starke Niederschlagsereignisse bis heute nur schlecht prognostizieren, was zum Teil erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringt. DeepRain berechnet die Wahrscheinlichkeiten für Regenereignisse im gesamten Bundesgebiet über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Fakt 3: Führender Standort für Wasserstofftechnologien – ein realistisches Ziel

Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie investiert die Bundesregierung 9 Milliarden Euro in die Förderung von Wasserstofftechnologien und internationale Partnerschaften. Hiervon sollen 4,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2023 genutzt werden. Denn Deutschlands Beitrag zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens kann nur gelingen, wenn der CO2-Ausstoß nachhaltig gesenkt wird – und das geht nur mit neuen CO2-neutralen Technologien! Wasserstoff stellt hierbei ein tragendes Element dar – sowohl für zukunftsfähige Mobilitätslösungen als auch in der Industrie. Dabei soll grüner Wasserstoff Klimaschutz auch in Bereichen voranbringen, in denen es bisher noch keine CO2-neutralen Lösungen gab, zum Beispiel in der Stahlindustrie oder im Flugverkehr.

Fakt 4: Die Nationale Bioökonomiestrategie geht globale Herausforderungen an

Knapper werdende Ressourcen und Nutzflächen bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung, Klimawandel und Rückgang der Artenvielfalt – all dies sind globale Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Eine Umstellung ist daher notwendig: weg von einer Wirtschaftsform, die auf fossilen Ressourcen basiert, hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise – der Bioökonomie. Mit der „Nationalen Bioökonomiestrategie 2030“ legt die Bundesregierung die Grundlagen für die Vision einer nachhaltigen Wirtschaft bis zum Jahr 2030, deren vielfältiges Angebot die Welt ausreichend und gesund ernährt sowie mit hochwertigen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen versorgt. Für die Herstellung neuartiger Rohstoffe oder Lebensmittel werden unter anderem Mikroorganismen, Proteine oder Algen genutzt. Letztere sind aus bioökonomischer Sicht besonders vielversprechend: Sie lassen sich nicht nur schnell und in großen Mengen als Biomasse kultivieren, sondern sind auch reich an Nährstoffen.

Fakt 5: International die meisten MINT-Absolventinnen und -Absolventen

Von der Theorie in die Praxis: Nirgendwo anders in der Welt schließen so viele Studien-Absolventinnen und -Absolventen ihre Ausbildung in einem MINT-Fach ab („MINT“ steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.). Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwarben im Jahr 2018 bei uns mit 35 Prozent mehr als ein Drittel aller Absolventinnen und Absolventen des Tertiärbereiches (Hochschulabschluss oder hochwertiger berufsorientierter Bildungsabschluss) einen Abschluss in einem MINT-Fach – OECD-weit liegt der Durchschnitt nur bei 23 Prozent. Das ist gut für Deutschland, denn bei Industrie, Wirtschaftsunternehmen und in der Forschung sind MINT-Fachkräfte begehrt.

Fakt 6: „Grüne“ Start-ups lösen Zukunftsprobleme

Mit einem Anteil von 21 Prozent an allen Jungunternehmen in Deutschland sind die circa 6.100 „grünen“ Start-ups mittlerweile ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Dies geht aus dem Green Startup Monitor 2020 hervor. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen arbeiten grüne Start-ups daran, die großen Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich unternehmerisch zu lösen – sei es, die Energiewende voranzutreiben, zum Klimaschutz oder der Vermeidung von Plastikmüll in den Weltmeeren beizutragen oder eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Der Begriff „grün“ umfasst dabei nicht nur ökologisch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, sondern auch nachhaltige Lösungen für diverse gesellschaftliche Herausforderungen – etwa in den Bereichen Bildung, Ernährung oder Gesundheit. Mit ihren innovativen Geschäftsideen haben grüne Start-ups als Motor des Strukturwandels eine Schlüsselfunktion inne: als Wegbereiter, die grundlegende Umweltinnovation auf den Markt bringen.

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